Die Würde des Menschen
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt nicht nur für Mitglieder der Gesellschaft, sondern für alle, umfassend, zeitlich und räumlich unbeschränkt.
Das heißt nicht nur, dass das Recht deine Faust zu schwingen da aufhört, wo die Nasen der anderen beginnen. Vielmehr braucht es neben dieser aktiven Beachtung der Würde anderer auch die passive Ausführung: Das heißt, jede Handlung ist dahingehend zu prüfen, ob Menschen in ihrer Würde eingeschränkt werden.
So banal das klingt, so schwer sind die Verletzungen dieses einfachen Prinzips festzustellen:
- Abtreibungsverbote – von Männern eingeführt und aufrechterhalten – verletzen die Würde und Selbstbestimmung der betroffenen Frauen*.
- Residenzpflichten und Arbeitsverbote verletzen die Würde und Selbstbestimmung von Geflüchteten.
- Geschlechtsvorgaben verletzten die Würde und Selbstentfaltung von nichtbinären Personen.
- Die Ehe und das Steuersystem benachteiligen die Würde von Liebenden.
- Waffenlieferungen töten Menschen mitsamt deren Würde.
Es ist also für eine chancengleiche Gesellschaft zwingend notwendig, alle Regeln und Gesetze dahingehend zu überprüfen, ob die Würde der Menschen eingeschränkt wird. Gegebenenfalls sind diese anzupassen.
Wir schützen die Würde, um Menschen vor Leid und Terror zu schützen, damit diese sich in ihrem Leben wohlfühlen und entfalten. Wird dieser Ansatz konsequent weitergedacht, muss dieses Prinzip auf alle fühlenden Lebewesen erweitert werden. Ohne den lebensnotwendigen Zwang zu töten – den es im derzeitigen Überfluss nicht gibt – erschließt sich eine Trennung in Menschen, Haustiere, Nutztiere und Wildtiere nicht mehr. Es ist unter unserer Würde, fühlenden Lebewesen Schmerzen, Leid und Terror anzutun.
